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Super Saturday: Hausmann aus Hamburg gewinnt 10.000-Dollar-Bracelet-Pass

May 9, 2026 3 min Read

Von Martin ‘Potti’ Pott

Wenn mittags die Kinder aus der Schule kommen, steht bei Martin B. in der Regel bereits das Essen auf dem Tisch. Der 45-Jährige aus der Nähe von Hamburg ist Hausmann – und das ganz klassisch. Während seine Frau als leitende Wissenschaftlerin das Geld verdient, kümmert sich Martin um den Haushalt, kocht, putzt, wäscht und organisiert den Familienalltag. Gemeinsam hat das Ehepaar 13-jährige Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen. Dass Martin demnächst beim größten Pokerturnier der Welt in Las Vegas antritt und theoretisch um rund zehn Millionen Dollar für Platz eins spielt, klingt deshalb fast wie der Plot einer etwas verrückten Netflix-Serie. Doch genau das wird passieren.

Mit einer Bullet beim Super Saturday zur Poker-WM

Am vergangenen Samstag setzte sich Martin auf GGPoker.de beim sogenannten SUPER SATURDAY durch – einem 10-Dollar-Turnier exklusiv für deutsche Spieler. Neben dem regulären Preisgeld gibt es für den Sieger zusätzlich den 10-Dollar-Bracelet-Pass für das legendäre Main Event der World Series of Poker in Las Vegas obendrauf. Ein Traumpreis, für den andere Pokerfans jahrelang sparen oder sich durch unzählige Qualifikationsturniere kämpfen. Martin dagegen gewann das Ganze am Samstag mit seiner ersten und einzigen Bullet. Für 10 Dollar.

Dabei gehört Poker schon seit vielen Jahren zu seinem Leben. Bereits früher wurde innerhalb der Familie alles gespielt, was irgendwie mit Karten, Strategie oder Gesellschaftsspielen zu tun hatte. Während seines Studiums der Sportökonomie kam dann erstmals Texas Hold’em hinzu. Online spielt Martin inzwischen seit über 20 Jahren, allerdings eher entspannt und mit überschaubaren Einsätzen. Meist sind es Turniere mit Buy-Ins zwischen 10 und maximal 50 Dollar. Live geht es ein- bis zweimal pro Jahr nach Amsterdam, beispielsweise zu der WSOP-Circuit-Events oder den Master Classics. Aber auch Las Vegas für Martin kein völliges Neuland.

Super Saturday - Hot Heidi

Frühstück statt Siegerparty

Vor etlichen Jahren gewann er bereits einmal ein Package für das WSOP Main Event und schaffte damals sogar den Sprung in Tag 2. Wer sich ein wenig in der Pokerszene auskennt, weiß: Das ist alles andere als selbstverständlich. Trotzdem fühlte sich der erneute Gewinn fast surreal an – und das im wahrsten Sinne. Der Moment des Sieges beim Super Saturday verlief nämlich überraschend unspektakulär: mitten in der Nacht, Frau und Kinder längst im Bett, kein Jubel, keine Umarmung. Die frohe Botschaft gab es erst am nächsten Morgen beim Frühstück. Vermutlich schmeckt Kaffee selten besser als an einem Morgen, an dem man erfährt, dass Papa demnächst nach Las Vegas fliegt. Wobei Martin dem Braten zunächst noch gar nicht so recht traute. Erst als das Ticket knapp 48 Stunden später tatsächlich auf seinem Konto erschien und ich ihm einen weiteren Tag später im Telefoninterview sagte, dass das Ganze tatsächlich echt ist, wurde aus dem surrealen Moment endgültig Realität.

Ganz abgeschlossen ist die Reiseplanung allerdings noch nicht. Ein kleines Problem gibt es nämlich bereits: Martins Reisepass ist abgelaufen und muss nun möglichst schnell neu beantragt werden. Das WSOP Main Event wartet – aber das Amt leider nicht. Außerdem überlegt der Familienvater aktuell noch, ob ein Bruder oder ein guter Freund mit nach Las Vegas reisen wird. Die Planung sei kurzfristig, aber irgendwie werde sich das schon lösen lassen. Überhaupt wirkt Martin trotz des riesigen Gewinns erstaunlich bodenständig. Vielleicht auch deshalb, weil er selbst gar nicht versteht, warum bei diesem Format nicht noch deutlich mehr Spieler teilnehmen. „Das ist doch ein unfassbar tolles Angebot von GGPoker. Der Overlay bei dem Event liegt bei über 100%. Ein besseres Turnier mit mehr Value gibt es kaum“, wundert er sich über die „nur“ 731 Teilnehmer beim Super Saturday.

Solver oder Waschmaschine?

Und ganz ehrlich: Für 10 Dollar plötzlich die Chance auf das größte Pokerturnier der Welt zu bekommen, klingt tatsächlich fast zu schön, um wahr zu sein. Für Martin wird genau das nun allerdings Realität. Obwohl sein Pokerherz eigentlich sogar eher für Pot Limit Omaha schlägt als für No Limit Hold’em.

Während andere Spieler vermutlich bereits Solver öffnen und stundenlang Handranges pauken, dürfte Martin in den kommenden Tagen erstmal ganz andere Prioritäten haben: den Reisepass erneuern, Wäsche waschen und überlegen, wer während seiner Vegas-Reise eigentlich zuhause den Haushalt übernimmt.

 

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